Ein "Mutter-Kind-Heim" in Porz

von Sozialdienst katholischer Frauen e.v. Köln , am 01.02.2012


SKF ist umgezogen und sucht eine Immobilie

Porz (kg). Der Sozialdienst Katholischer Frauen, kurz SKF, ist vor gut einem Monat von der Goethestraße in die Friedrichstraße 19 umgezogen. Nun wird in neuen Räumen "Kinder Willkommen", kurz KIWI, angeboten, sowie Esperanza. 

Letzteres ist ein Beratungs- und Hilfenetz in der Zeit vor, während und nach einer Schwangerschaft. Eine Hebammen-Sprechstunde folgt ab März. Die Hebamme Sandra Schäfer wird sie zweimal im Monat mittwochs von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr anbieten. Eine Vermittlung und Beratung zur Tagespflege von Kindern unter drei Jahren ist bis dato über den Kölner Hauptsitz möglich. Auch dieses Angebot soll ab März in Porz installiert werden.

Zudem sucht der SKF eine Immobilie: "Es soll ein Haus für zehn alleinerziehende Frauen entstehen, ein Mutter-Kind-Heim", erläutert Monika Kleine, Geschäftsführerin des SKF und ergänzt: "wir haben den Auftrag vom Jugendamt der Stadt Köln". Die Stadt wird das Haus finanzieren, der SKF wird Träger der späteren Einrichtung sein.

Ein geeignetes Gebäude soll möglichst zentral liegen. Die Einrichtung wird als Pendant zum linksrheinischen "Haus Adelheid" in Bilderstöckchen gesehen, wo 34 Plätze angeboten werden. "Haus Adelheid" bietet Schwangeren und Alleinerziehenden Perspektiven.

Zum Willkommens-Angebot "KIWI" sucht die Leiterin des Porzer SKF, Jutta Cerny, ehrenamtliche Interessierte: "Couragierte und offene Menschen, die gern mit anderen in Kontakt treten", beschreibt sie diejenigen, die Eltern zu ihrem Neugeborenen beglückwünschen und das Angebot unterbreiten. Cerny: "85 bis 90 Prozent der Eltern nehmen das Angebot an". Interessierte können im April an einer KIWI-Schulung teilnehmen, die 128 Stunden umfasst.

Ebenfalls können sich Interessierte für das Angebot der Tagespflege melden, das mit einem Honorar entgolten wird: "Es beträgt 3,50 Euro pro Stunde und Kind", sagt Ute Theisen, SKF-Fachbereichsleiterin für den Bereich ambulante und stationäre Jugendpflege. Der SKF Porz informiert, berät, vermittelt und begleitet das Angebot. Die Ausbildung erstreckt sich über 160 Stunden. Die spätere Pflege-Erlaubnis stellt die Stadt aus.
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Begleitung auf einem schweren Weg

von Förderverein Hospiz Köln-Porz e.V., am 18.01.2012


Viele Menschen könnten bis zu ihrem Tod in vertrauter Umgebung leben. Allerdings brauchen sie eine gute Begleitung, die nicht immer durch Familienangehörige gewährleistet ist. Ehrenamtliche Hospiz-Mitarbeiter stehen Sterbenden, Angehörigen und Trauernden zur Seite.
 
Urbach - Eine ebenso sensible wie professionelle Begleitung von Sterbenden bietet unter anderem der Förderverein Hospiz Köln-Porz an. Seine rund 33 geschulten und gut auf die anspruchsvolle Hilfestellung vorbereiteten Ehrenamtler können bei Bedarf helfen, Sterbenden den Übergang zu erleichtern und Familienangehörigen und Freunden bei der Trauerbewältigung zur Seite zu stehen. Darüber hinaus bietet das Hospiz in seinem Haus am Leuschhof auch etliche Plätze für eine stationäre Sterbebegleitung an.

Die Koordination zwischen Förderverein und Hospiz, zwischen ambulanter und stationärer Sterbebegleitung, war bis jetzt die Aufgabe von Katrin Völlings. Sie schied aber aus eigenem Wunsch Ende des vergangenen Jahres nach 17 Jahren aus dem Hospiz aus. Ihre Nachfolgerin ist Annette Wagner, die viel Erfahrung in der Hospizarbeit mitbringt. Sie hat zuletzt mehr als zehn Jahre als Hospizschwester im stationären Haus "Zuversicht" in Bielefeld-Bethel gearbeitet und dort das Palliativnetz Bielefeld mit aufgebaut. Ihre Erfahrungen kann sie nun gut in Porz einbringen, denn im Rechtsrheinischen wird gemeinsam mit der Klinik Merheim und der Caritas-Sozialstation in Urbach auch gerade ein Palliativnetz aufgebaut. "Das Netz koordiniert die verschiedenen Aufgaben der Palliativ-Versorgung und hilft Ärzten, Apothekern, Sterbebegleitern und Angehörigen", erklärt Wagner.

Hilfe auch für Hinterbliebene

Doch der Förderverein steht nicht nur den Sterbenden zur Seite, sondern auch den Hinterbliebenen. Dazu macht er eine ganze Reihe von Angeboten, von der Einzelbegleitung über Gesprächskreise, Spaziergänge und Ausflüge, Frühstück für Trauernde und Trauerseminare. "Es ist außerordentlich hilfreich, wenn Hinterbliebene erfahren, dass sie nicht die einzigen sind, die den Verlust eines geliebten Menschen nur schlecht verkraften", sagt Anne Streck, eine der Ehrenamtlerinnen des Fördervereins. Weil das Trauer-Angebot von vielen Menschen angenommen wird, wurde zusätzlich zu den Gesprächskreisen für Trauernde am Nachmittag ein weiterer am Abend eingeführt. Jeden ersten Dienstag im Monat von 19 bis 20.30 Uhr lässt sich hier die Erfahrung machen, dass Trauernde nicht alleine sind.

Schon der Heilige Augustin wusste, dass sich beim Spazierengehen Probleme lösen (solvitur ambulando - beim Gehen wird es gelöst). Das hat der Förderverein aufgegriffen und bietet jeweils am letzten Sonntag im Monat begleitete Spaziergänge und Ausflüge für Trauernde an. In diesem Jahr ist das Hilfsangebot des Fördervereins auch noch um ein kostenloses Frühstück im Gemeindesaal der katholischen Kirchengemeinde St. Mariae Geburt in Zündorf erweitert worden. Der Tisch ist dort für Trauernde jeden dritten Samstag im Monat von 10 bis 11.30 Uhr gedeckt.

Informationen und Angebote

Fragen über die Begleitung durch den ambulanten Hospizdienst, die Aufnahme im stationären Caritas-Hospiz, die palliative Versorgung und die ehrenamtliche Mitarbeit sowie über Spenden und die Mitgliedschaft im Förderverein werden jeden dritten Mittwoch im Monat in der Zeit von 15 bis 16.30 beantwortet. Dafür stehen leitende Mitarbeiter sowohl des Hospizes als auch des Fördervereins zur Verfügung.

Der nächste begleitete Trauerspaziergang startet am 29. Januar um 9.30 Uhr an der Haltestelle Porz-Markt der Linie 54. Die Teilnahme ist kostenlos, Fahrtkosten und Verzehr sind selbst zu tragen.

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