SKF ist umgezogen und sucht eine
Immobilie
Porz (kg). Der Sozialdienst Katholischer Frauen, kurz
SKF, ist vor gut einem Monat von der Goethestraße in die
Friedrichstraße 19 umgezogen. Nun wird in neuen Räumen
"Kinder Willkommen", kurz KIWI, angeboten, sowie
Esperanza.
Letzteres ist ein Beratungs- und Hilfenetz in der Zeit vor,
während und nach einer Schwangerschaft. Eine
Hebammen-Sprechstunde folgt ab März. Die Hebamme Sandra
Schäfer wird sie zweimal im Monat mittwochs von 14.30 Uhr bis
16.30 Uhr anbieten. Eine Vermittlung und Beratung zur Tagespflege
von Kindern unter drei Jahren ist bis dato über den
Kölner Hauptsitz möglich. Auch dieses Angebot soll ab
März in Porz installiert werden.
Zudem sucht der SKF eine Immobilie: "Es soll ein Haus
für zehn alleinerziehende Frauen entstehen, ein
Mutter-Kind-Heim", erläutert Monika Kleine,
Geschäftsführerin des SKF und ergänzt: "wir
haben den Auftrag vom Jugendamt der Stadt Köln". Die
Stadt wird das Haus finanzieren, der SKF wird Träger der
späteren Einrichtung sein.
Ein geeignetes Gebäude soll möglichst zentral liegen.
Die Einrichtung wird als Pendant zum linksrheinischen "Haus
Adelheid" in Bilderstöckchen gesehen, wo 34 Plätze
angeboten werden. "Haus Adelheid" bietet Schwangeren und
Alleinerziehenden Perspektiven.
Zum Willkommens-Angebot "KIWI" sucht die Leiterin des
Porzer SKF, Jutta Cerny, ehrenamtliche Interessierte:
"Couragierte und offene Menschen, die gern mit anderen in
Kontakt treten", beschreibt sie diejenigen, die Eltern zu
ihrem Neugeborenen beglückwünschen und das Angebot
unterbreiten. Cerny: "85 bis 90 Prozent der Eltern nehmen das
Angebot an". Interessierte können im April an einer
KIWI-Schulung teilnehmen, die 128 Stunden umfasst.
Ebenfalls können sich Interessierte für das Angebot
der Tagespflege melden, das mit einem Honorar entgolten wird:
"Es beträgt 3,50 Euro pro Stunde und Kind", sagt Ute
Theisen, SKF-Fachbereichsleiterin für den Bereich ambulante
und stationäre Jugendpflege. Der SKF Porz informiert,
berät, vermittelt und begleitet das Angebot. Die Ausbildung
erstreckt sich über 160 Stunden. Die spätere
Pflege-Erlaubnis stellt die Stadt aus.
Viele Menschen könnten bis zu ihrem Tod in
vertrauter Umgebung leben. Allerdings brauchen sie eine gute Begleitung,
die nicht immer durch Familienangehörige gewährleistet ist.
Ehrenamtliche Hospiz-Mitarbeiter stehen Sterbenden, Angehörigen und
Trauernden zur Seite.
Urbach -
Eine ebenso sensible wie professionelle Begleitung von Sterbenden bietet
unter anderem der Förderverein Hospiz Köln-Porz an. Seine rund 33
geschulten und gut auf die anspruchsvolle Hilfestellung vorbereiteten
Ehrenamtler können bei Bedarf helfen, Sterbenden den Übergang zu
erleichtern und
Familienangehörigen
und Freunden bei der Trauerbewältigung zur Seite zu stehen. Darüber
hinaus bietet das Hospiz in seinem Haus am Leuschhof auch etliche Plätze
für eine stationäre Sterbebegleitung an.
Die Koordination zwischen Förderverein und Hospiz, zwischen ambulanter
und stationärer Sterbebegleitung, war bis jetzt die Aufgabe von Katrin
Völlings. Sie schied aber aus eigenem Wunsch Ende des vergangenen Jahres
nach 17 Jahren aus dem Hospiz aus. Ihre Nachfolgerin ist Annette
Wagner, die viel Erfahrung in der Hospizarbeit mitbringt. Sie hat
zuletzt mehr als zehn Jahre als Hospizschwester im stationären Haus
"Zuversicht" in Bielefeld-Bethel gearbeitet und dort das Palliativnetz
Bielefeld mit aufgebaut. Ihre Erfahrungen kann sie nun gut in Porz
einbringen, denn im Rechtsrheinischen
wird gemeinsam mit der Klinik Merheim und der Caritas-Sozialstation in
Urbach auch gerade ein Palliativnetz aufgebaut. "Das Netz koordiniert
die verschiedenen Aufgaben der Palliativ-Versorgung und hilft Ärzten,
Apothekern, Sterbebegleitern und Angehörigen", erklärt Wagner.
Hilfe auch für Hinterbliebene
Doch der Förderverein steht nicht nur den Sterbenden zur Seite, sondern
auch den Hinterbliebenen. Dazu macht er eine ganze Reihe von Angeboten,
von der Einzelbegleitung über Gesprächskreise, Spaziergänge und
Ausflüge, Frühstück für Trauernde und Trauerseminare. "Es ist
außerordentlich hilfreich, wenn Hinterbliebene erfahren, dass sie nicht
die einzigen sind, die den Verlust eines geliebten Menschen nur schlecht
verkraften", sagt Anne Streck, eine der Ehrenamtlerinnen
des Fördervereins. Weil das Trauer-Angebot von vielen Menschen
angenommen wird, wurde zusätzlich zu den Gesprächskreisen für Trauernde
am Nachmittag ein weiterer am Abend eingeführt. Jeden ersten Dienstag im
Monat von 19 bis 20.30 Uhr lässt sich hier die Erfahrung machen, dass
Trauernde nicht alleine sind.
Schon der Heilige Augustin wusste, dass sich beim Spazierengehen
Probleme lösen (solvitur ambulando - beim Gehen wird es gelöst). Das hat
der Förderverein aufgegriffen und bietet jeweils am letzten Sonntag im
Monat begleitete Spaziergänge und Ausflüge für Trauernde an. In diesem
Jahr ist das Hilfsangebot des Fördervereins auch noch um ein kostenloses
Frühstück im Gemeindesaal
der katholischen Kirchengemeinde St. Mariae Geburt in Zündorf erweitert
worden. Der Tisch ist dort für Trauernde jeden dritten Samstag im Monat
von 10 bis 11.30 Uhr gedeckt.
Informationen und Angebote
Fragen über die Begleitung durch den ambulanten Hospizdienst, die
Aufnahme im stationären Caritas-Hospiz, die palliative Versorgung und
die ehrenamtliche Mitarbeit sowie über Spenden und die Mitgliedschaft im
Förderverein werden jeden dritten Mittwoch im Monat in der Zeit von 15
bis 16.30 beantwortet. Dafür stehen leitende Mitarbeiter sowohl des
Hospizes als auch des Fördervereins zur Verfügung.
Der nächste begleitete Trauerspaziergang startet am 29. Januar um 9.30
Uhr an der Haltestelle Porz-Markt der Linie 54. Die Teilnahme ist
kostenlos, Fahrtkosten und Verzehr sind selbst zu tragen.